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    BildHamburg, 22.08.2016.

    Flottenbewegungen effizienter zu disponieren, stellt technisch keine Herausforderung mehr dar. Die für diese Abläufe entwickelten Telematik-Lösungen sind vielfältig, bewährt, häufig eine Selbstverständlichkeit und grundsätzlich erforderlich, um heute im Wettbewerb bestehen zu können. Die Telematik-Branche ruht sich auf diesem Stand der Technologie jedoch nicht aus, sondern entwickelt immer intelligentere Systeme zur hochwertigen Analyse und Steuerung aller Prozesse.

    Positionsbestimmung ist im Bereich der Fahrzeug-Telematik ein „alter Hut“. Sie zählt schon lange nicht mehr zu den neuartigen Funktionen für die Lokalisierung von Fahrzeugen im Fuhrpark, sie ist vielmehr eine wichtige Basis für hochkomplexe Entwicklungen. Die Technologie verliert also nicht an Bedeutung, sie wechselt nur ihre „Zuständigkeit“. Nach wie vor werden Positionsdaten genutzt, um Fahrzeuge zu visualisieren. Jedoch nicht mehr nur für die zentrale Disposition, sondern beispielsweise auch für das Fahrzeug selbst, damit es „weiß“, wo es ist. Das gilt sowohl für selbstfahrende Fahrzeuge auf der Straße oder im Lager als auch für gesteuerte Fahrzeuge. Sowohl autonom als auch gesteuert ist das erste Projekt, welches wir vorstellen. Ein wenig R2-D2 gefällig?

    Paketzustellung durch Hermes-Roboter

    Der Logistikdienstleister Hermes Germany und das europäische Technologie-Start-up Starship Technologies werden in Deutschland den Einsatz von Zustellrobotern testen. Das Projekt startet bereits in diesem Jahr. Zwar ist der Ort noch nicht bekannt, aber irgendwo in Deutschland und vermutlich noch in diesem Sommer werden kleine Transport-Roboter über die Fußgängerwege schleichen. Schleichen deshalb, da die Fahrzeuge von Starship mit einer Maximalgeschwindigkeit von 6 km/h unterwegs sind. Befördert werden Waren mit einem Gewicht bis zu 15 kg in einem gesicherten Transportfach. Der Roboter selbst ist 50 Zentimeter hoch, 70 Zentimeter lang.

    Obwohl sich die Roboter vollkommen autonom bewegen können – so ganz auf sich gestellt sind sie nie. Auch aufgrund der deutschen Gesetzlage sind Zustellfahrzeuge immer mit einen „Operator“ verbunden, der überwachend tätig ist und zur Not das Steuer übernimmt. Die Koordination und Aufladung der elektrischen Gefährten geschieht in einem sogenannten „Roboter-HUB“. Dieser lässt sich beispielsweise in Hermes-Paketshops einrichten und lässt die autonomen Transporter in einem Umkreis von ca. 5 km die Sendungen bewegen. Zustellungen sollen so in einer Zeit von 30 Minuten realisiert werden können. Die Verbindung zwischen Empfänger und Roboter übernimmt eine App. Sie liefert dem Empfänger Informationen zur Lieferung und wann dieser sein Paket an der Haustür in Empfang nehmen kann. Einen Schritt weiter im Betrieb autonomer Fahrzeue geht Delta Drone. Um mühsame Inventuren zu vereinfachen, setzt man auf ein Gespann aus Fahrzeug und Flugdrohne.

    Soll’s doch die Drohne machen

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    Der Logistikdienstleister Geodis und Delta Drone haben im April 2016 eine Vereinbarung zur Entwicklung einer automatisierten Inventarisierungslösung in den Lagern auf Basis von Drohnen unterzeichnet. Aktuell steht der erste Test im GEODIS Lager in Saint-Ouen-l’Aumône an. Die fliegende Drohne ist ein Teil einer komplexen Lösung. Sie ergänzt einen autonomen Roboter und fungiert wie dessen „Sinnesorgan“. So nimmt sie über Kameras die Umgebung wahr und identifiziert die Waren. Der Roboter am Boden sammelt diese Daten und übermittelt sie an das angebundene Warehousemanagement-System. Die neue Lösung soll letztlich weltweit in 300 Standorten von Geodis eingeführt werden.

    Genug der Projekte – Status Quo?

    Autonome Fahrzeug sind in Deutschland noch Mangelware und beschränken sich zumeist auf Pilotprojekte. Weit verbreitet hingegen ist die Vernetzung von Mitarbeitern und Fahrzeugen mit ihrer Zentrale. Nahezu jeder Arbeitsschritt kann heutzutage in Echtzeit dokumentiert werden. Mitarbeitern erspart dies zumeist Missverständnisse, Unternehmen erhalten Arbeitsnachweise und Endkunden kommen in den Vorteil, transparent über ihre erteilten Aufträge informiert zu werden. Andere Innovationen bewegen sich im Detail in den Logistik-Markt. Das Zauberwort heißt hier Energy Harvesting: Mit dieser Technologie wird das manuelle Aufladen von Akkus nahezu obsolet. Man nutzt Umgebungsenergie durch Vibrationen, Luftströmungen oder Umgebungstemperatur. Natürlich ist die hierbei erzeugte Energie sehr gering, jedoch ausreichend, um kleine Sender Positionsdaten senden zu lassen. Die aktive Lebensdauer steigt dadurch enorm und ist besonders als Diebstahlschutz sehr hilfreich oder in anderen Fällen, in denen nicht unbedingt permanent eine Positionsverfolgung stattfinden muss.

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    Die Logistikbranche bewegt sich in die Unabhängigkeit

    auf Werben Informieren publiziert am 22. August 2016 in der Rubrik Presse - News
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